Was sind Glykoside

Auch die Süße der Stevia hat einen Expertennamen

Die Namensgebung der einzelnen Bestandteile der Pflanze ist vielseitig. Im Hausgebrauch reicht Stevia vollkommen aus.

Umgangssprachlich wird die Süße aus der Stevia-Pflanze meist nur als "Stevia" bezeichnet. Erst durch die komplizierte Zulassung und den vielen verschiedenen Vorschriften für die Kennzeichnung von Produkten kommt die Vielzahl der Bezeichnungen zustande.

Diterpenglycosid Steviosid, Rebaudiosid A, und sieben bis zehn weiteren Steviolglycosiden sind die Bezeichnung der süßenden Bestandteile der Pflanze.

Sind die Glycoside natürlich?

Die Glycoside kommen im Blatt der Pflanze vor und sind natürlich. Bei der Extraktion wird nur ein Bestandteil der Pflanze isoliert, jedoch nicht verändert. Reines Stevia-Pulver ist also ein Bestandteil der Pflanze, nur eben ohne Blatt und anderen Stoffen.

Haushaltszucker wird auf ähnliche Art hergestellt. Man bezeichnet so ein Verfahren als "chemisch technischen Prozess". Dies bedeutet allerdings nicht, dass der Stoff im "Labor" oder der "Fabrik" verändert wird, er wird nur aus einer Pflanze extrahiert.

Ist Stevia unbedenklich?

Es gibt viele Gerüchte zu Stevia, diese werden leider von verschiedenen Lobbyisten bzw. falsch informierten Personen verbreitet. Man braucht sich bei einigen der Studien nur ansehen wer der Auftraggeber war und welche künstlichen Süßstoffe dieser selber herstellt. Der süße Markt ist hart umkämpft und Stevia mischt die Karten nun einmal neu.

Stevia ist mittlerweile von vielen seriösen Institutionen in verschiedenen Industrienationen überprüft, getestet und untersucht. Auch die EU hat sehr genau und viele Jahre geprüft. Sogar die WHO bescheinigt Stevia, dass es weder giftig noch krebserregend ist, keine Missbildungen verursacht oder die Fruchtbarkeit angreifen würde. Die WHO bestätigt sogar, dass Stevia bei Patienten mit Problemen mit dem Blutdruck und dem Blutzuckerspiegel helfen kann.